Der Feuerwehrverband Baden-Zurzach stellt sich vor

Der Feuerwehrverband Baden-Zurzach stellt sich vor

121 Jahre Verbandsgeschichte gingen am 12. November 2011 in eine neue Ära. Der FVBZ wurde in Würenlingen nach der Auflösung des Feuerwehrbezirksverbandes Baden FBB nach 64-jährigem Bestehen und dem Bezirksfeuerwehrverband Zurzach BFVZ nach 57-jährigen Bestehen aus der Taufe gehoben.

Mit diesem Schritt richtet sich der neu gegründete Verband an den geografischen Ausbildungskreisen der Aargauischen Gebäudeversicherung AGV, die von früher acht Kreisen auf vier reduziert wurden. Demzufolge deckt der FVBZ vollumfänglich die Beiden Bezirke Baden und Zurzach ab, die als Kreis 2 bekannt sind.

Der FVBZ bezweckt die Förderung des Feuerwehrwesens im Kanton Aargau durch:

  • Vertretung der Interessen der Mitglieder gegenüber den Behörden, der AGV und des Aargauischen Feuerwehrverbandes AFV
  • Organisieren und durchführen von Kursen im Auftrag des AFV
  • Organisieren und durchführen von feuerwehrtechnischen Veranstaltungen (Vorträge, Übungen, Präsentationen und dergleichen)
  • Unterstützung der Mitglieder in jeglichen feuerwehrtechnischen Ausbildungsbelangen
  • Organisieren und durchführen von Anlässen, die der Kameradschaft von Feuerwehrangehörigen dienen

Zu den Mitgliedern zählen die beiden Stützpunkte Baden und Bad Zurzach-Rietheim, sowie die jeweiligen Orts- und Betriebsfeuerwehren wie auch die Betriebslöschgruppen. Zum FVBZ gehören ebenfalls die zwei Jugendfeuerwehren und Ehrenmitglieder.

Gründung Feuerwehrverband Baden-Zurzach (Zeitungsartikel)

In Würenlingen ist der neue Feuerwehrverband Baden-Zurzach gegründet worden. Es war ein Vernunftsentscheid, der parallel in zwei nebeneinander liegenden Hallen gefällt wurde.

Bruno Leber, Präsident des Bezirksfeuerwehrverbands Zurzach, konnte in der einen Halle insgesamt 56 Delegierten aus 14 Feuerwehren begrüssen. Verabschiedet wurden René Baldinger (Koblenz), Mario Lerf (Döttingen-Klingnau), Urs Gohl (Fisibach-Kaiserstuhl), Patrick Bochsler (Schneisingen), Matthias Spuhler (unteres Surbtal), Magnus Sieber (Berufsfeuerwehr KKL) und Bruno Leber (Mellikon-Rekingen).

Schon in der Vorphase konnte man feststellen, dass die grosse Mehrheit der Feuerwehren den Zusammenschluss begrüsst. So ging denn auch die Abstimmung ohne Wortmeldung über die Bühne und der neue Feuerwehrverband Baden-Zurzach wurde gegründet.

Aufgrund der Fusion wurden Jürg Mühlemann, Jacques Fuchs, René Achermann, André Burkhard, Roger Kottmann und Bruno Leber aus dem Zurzacher Vorstand entlassen. Im Badener Verband haben sich alle Vorstandmitglieder für ein weiteres Engagement bereit erklärt; aus dem Zurzacher Verband machen René Achermann und Oliver Benda mit. Der Badener Patrick Wyss wurde als Präsident gewählt.

Das Budget des neuen Feuerwehrverbandes Baden-Zurzach wurde von Daniel Wernli, dem neuen Kassier, vorgestellt. Es schliesst mit einem Negativsaldo. Die Leistungsträger konnten aber klar aufzeigen, dass sie die Gemeinden entlasten wollen und ihnen viel daran gelegen ist, das Vermögenspolster so weit abzubauen, dass immer noch ein gewisser Spielraum bestehen bleibt.

Einer der Gründe für die Fusion war, dass ausscheidende Vorstandsmitglieder in den einzelnen Verbänden kaum ersetzt werden könnten. Die Fusion war also ein Vernunftsentscheid. In sechs Sitzungen arbeiteten die Zurzacher gemeinsam mit den Badenern ein Grundlagenpapier aus, in dem die Ziele des neuen Verbandes festgehalten sind. Zentrales Anliegen ist die Förderung des Feuerwehrwesens in den Bezirken Baden und Zurzach. Ausserdem will der neue Verband die Interessen der Mitglieder gegenüber den Behörden, der Aargauischen Gebäudeversicherung und gegenüber dem Aargauischen Feuerwehrverband vertreten. Kurse sollen organisiert und feuerwehrtechnische Veranstaltungen wie Vorträge und Übungen durchgeführt werden. Auch die Durchführung von Anlässen zur Förderung der Kameradschaft gehört dazu.
Nach den Abstimmungen sprach der Würenlinger Gemeindeammann André Zoppi zu den Mitgliedern des neuen Feuerwehrverbandes. Er strich den Mut hervor, den eine Fusion bedingt, betonte aber auch die Win-win-Situation, die diese Herausforderung für alle Beteiligten mit sich bringe.