Baden, 19.02.2020 /fe/Ba

Thema:
Ausfall der Telefonie bei der Swisscom

Verfasser:
Fabian Engel, Präsident des Aargauischen Feuerwehrverbandes, AFV

Mediencommuniqué

Ausfall der Telefonie bedeutet ein grosses Risiko für die Bevölkerung
Seit 2017 hat der Kanton Aargau eine der modernsten Alarmstellen in der Schweiz. Die Feuerwehren, wie auch der Rettungsdienst und die Polizei werden durch die Kantonale Notrufzentrale (KNZ) aufgeboten. Wenn diese Alarmstelle nicht erreicht werden kann, kann dies fatale Folgen für die Bevölkerung mit sich ziehen. Stellen sie sich vor, sie benötigen Hilfe, können aber Niemanden erreichen!
Der Aargauische Feuerwehrverband ist besorgt über die Ausfälle in der Kommunikation bei der Swisscom. Diese Ausfälle ziehen eine vielschichtige Problematik mit sich.
Es ist höchst problematisch, wenn eine in Not geratene Person die Notrufnummern nicht wählen kann. Im Weiteren bedeutet es eine grosse Herausforderung, in einem Unglücksfall die Feuerwehr zu alarmieren, da die Aufgebote der Feuerwehrleute eben auch über dieselben Kommunikationswege erfolgen.
Jeder Feuerwehrangehörige wird an die Kantonale Notrufzentrale angeschlossen. Im Ereignisfall werden via Telefon die Angehörigen sämtlicher Rettungsorganisationen aufgeboten. Gemäss Gesetz ist der Feuerwehrkommandant für das Aufgebot verantwortlich. Bei einem Ausfall der Kommunikation wird auf die sogenannte „Notalarmierung“ zurückgegriffen. Mit der heutigen Mobilität sind aber die Angehörigen in der ganzen Region „verstreut“. Das heisst, nur noch wenige Feuerwehrleute arbeiten auch in der Wohngemeinde.
Daher bedeutet ein Telefonausfall für das Aufgebot der Feuerwehren eine massive Zeitverzögerung.

Im Sinne einer Sofortmassnahme wird ein Feuerwehralarm per Funk (POLYCOM) an die Stützpunkte in den Regionen übermittelt. Diese können dann ausrücken und die Gemeinden informieren und unterstützen. Dies kann aber keine länger anhaltende Lösung sein.
Der AFV unterstützt die Aargauische Gebäudeversicherung AGV dabei, die Situation zu entspannen. Die geplanten Notfalltreffpunkte welche von der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz initialisiert wurden, sind ein Lösungsansatz. Es müssen aber noch einige Details geklärt werden, bevor diese umgesetzt werden können.
Der AFV ist gerne bereit, mit den zuständigen Instanzen alternative Lösungsansätze zu diskutieren. Denn 3 Ausfälle innerhalb eines Monats sind auf alle Fälle indiskutabel. Die Alarmierung der Feuerwehr benötigt stabile und sichere Systeme.

Weitere Auskünfte erhalten sie von:

Freundliche Grüsse
Aargauischer Feuerwehrverband
Der Präsident
Fabian Engel, 079 677 23 44

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